30. Austragung des Unterallgäuer Triathlon: Damals wie heute ein Gemeinschaftsprojekt

30. Austragung des Unterallgäuer Triathlon: Damals wie heute ein Gemeinschaftsprojekt

30. Austragung des Unterallgäuer Triathlon: Damals wie heute ein Gemeinschaftsprojekt

675 Sportler waren in diesem Jahr beim Unterallgäuer Triathlon in Ottobeuren am Start. Für die Wettkämpfe über die Volksdistanz, die Olympische Distanz und Staffelrennen bedeutete das einen neuen Teilnehmerrekord. Sigrid Mutscheller und Thomas Nuber (beide SG Niederwangen) siegten im olympischen Format und machten sich damit zu Jubiläums-Champions. Neben den sportlichen Erfolgen feierten die Organisatoren nämlich auch die 30. Austragung.

Allgäu Triathlon als Vorbild genommen

Orga Team des Unterallgäuer Triathlon 1997 (TVO,frei)

Organisatoren der ersten Auflagen aufgenommen im 9. Jahr der Veranstaltung 1997 (v. l. n. r.): Wolfgang Rauh, Peter Fuchs, Otto Nothelfer, Ernst Hölzle, Peter Neß

1987 ging der Dreikampf im Allgäu das erste Mal über die Bühne. Damals fanden sich 99 Mutige. "Die Idee, einen Triathlon in Ottobeuren zu veranstalten," erzählt die Presseverantwortliche Dagmar Lübeck, "stammte vom Zahnarzt Dr. Werner Müller. Er war vom Triathlon in Immenstadt sehr angetan. 1987 hatte er sein Amt als Vorsitzender des TSV Ottobeuren gerade in neue Hände gelegt und somit wieder Zeit für 'neue Ideen'." Diese neue Idee sollte, so liest man in der Festschrift des Vereins aus 2005, auch das Zusammengehörigkeitsgefühl im Gesamtverein stärken. So wurden und werden auch heute noch die einzelnen Disziplinen von verschiedenen Abteilungen betreut. Die Wasserwacht organisiert das Schwimmen. Fußball und Tischtennis sind für die Radstrecke verantwortlich, Handball macht die Streckenverpflegung und den Wechsel von der Rad- auf die Laufstrecke, Laufen und Zielbereich werden durch die Leichtathletik und den Stammtisch „die Eisheiligen“, betreut, die Turner sind ebenso involviert wie die FFW. Der ganze Ort ist auf den Beinen um den TSV Ottobeuren als Ausrichter zu unterstützen. Ein großes Gemeinschaftsprojekt eben.

Orga-Team ist dem Rennen seit der ersten Stunde verbunden

Seit 2013 ist Georg Lübeck als Abteilungsleiter Triathlon des TSV Ottobeuren federführend für die Organisation verantwortlich. Dass das Ziel, Zusammengehörigkeit zu fördern erfolgreich erreicht wurde, sieht man auch daran: Georg Lübeck und seine Unterstützer sind dem Event seit Jahren, teils sogar von Beginn an, verbunden und waren natürlich auch selbst schon am Start. 1997, beispielsweise, nahmen der Orga-Chef und Orga-Kollege Peter Neß – ein Teilnehmer der ersten Stunde –  beide am Rennen teil.

Georg Lübeck war es auch, der im Jahr 2014 die Initiative ergriff, um Zieleinlauf und Wechselzone 2 vom abgelegenen Sportplatz auf den publikumswirksameren malerischen Marktplatz von Ottobeuren zu verlegen. Seitdem wuchsen die Teilnehmerzahlen auf allen Distanzen stetig stetig an und die Veranstaltung ist immer früher ausgebucht.

Die beiden Hauptorganisatoren (Peter Neß und Georg Lübeck) in Aktion 1997. (TVO, frei)

Die beiden Hauptorganisatoren (Peter Neß und Georg Lübeck) in Aktion 1997.

Wer nun nachgerechnet hat, der mag sich wundern, warum bei einer Erstaustragung 1987 das 30-jährige Jubiläum erst in diesem Jahr gefeiert wurde. Auch darauf gaben uns Dagmar Lübeck und Peter Neß eine Antwort: In den Jahren 1995, 1996 und 1999 konnte der Wettbewerb wegen Unpässlichkeiten im Organisationsteam nicht durchgeführt werden. Im Jahr 2012, als ganz überraschend der damalige, langjährige (seit der 6. Auflage!) Gesamtleiter Ernst Hölzle einen Monat vor der Veranstaltung verstarb, fand der Triathlon ihm zu Ehren dennoch statt.
Als Resümee nach 15 Veranstaltungen wurde in der Festschrift geschrieben: "Der Unterallgäuer Triathlon hat den Zusammenhalt unter den Abteilungen des TSVO noch weiter verbessert und viele Freundschaften unter den Sportlern geschaffen. Nicht zuletzt ist diese Veranstaltung auch eine gute Werbung für unser schönes Ottobeuren." - All das dürfte auch für die 30. Auflage gelten und ebenso wie die Festschrift wünscht der BTV weiterhin ein gutes Gelingen.

© Text: Christine Waitz; Fotos: TSV Ottobeuren [17.7.2019]

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