Bayerische Triathlon-Tradition: 35 Jahre Triathlon Kallmünz

Bayerische Triathlon-Tradition: 35 Jahre Triathlon Kallmünz

Bayerische Triathlon-Tradition: 35 Jahre Triathlon Kallmünz

25 Kilometer von Regensburg entfernt findet sich das Städtchen Kallmünz in ganz besonderer Lage. Hier treffen die Flüsse Naab und Fils zusammen. Über der Stadt, deren Stadtkern sich an den Hügel schmiegt, thront die Burgruine Kallmünz. 

Der Triathlon Kallmünz fand in diesem Jahr zum 35. Mal statt. Der älteste Triathlon der Oberpfalz ist ein Sportler-Magnet. Wo man am 27. Juli 1985 mit besten Fall mit Dreigang-Stadtrad echte Pionierarbeit betrieb, findet sich heute eine der traditionsreichsten bayerischen Triathlonveranstaltungen mitten in der malerischen Altstadt statt.

501 Starter – 128 Frauen, 357 Männer und 16 Staffeln – standen am 8. Juni 2019 in der Starterliste. Kein Vergleich zu der Zahl der Erstauflage. 19 Männer und eine Frau  gingen beider Premiere an den Start. Seither haben sich nicht nur die Starterzahlen verändert. In der „Perle des Naabtals“, wie Kallmünz auch genannt wird, gibt es alljährlich eine Jedermann-Distanz, eine Olympische Distanz und Staffelrennen, die Athleten aus der Region und von weither als Vorbereitungsrennen oder auch Einstieg in den Triathlonsport dienen.

Spannende Rennen bei Männern und Frauen

Das Podium der Männer erklommen in diesem Jahr nicht nur lokale Größen und bekannte Gesichter, sondern auch Sportler mit längerem Anreiseweg. So wurde Christoph Klipp vom Tri Finish Münster in 2:00:08 Dritter. Im knappen Finish hatte sich Thomas Haibel vom TSV Moosbach auf Platz zwei vorgeschoben. Ungefährdet konnte Lokalmatador Sebastian Neef den Sieg nach 1:49:35 feiern. Das lag auch daran, dass sein ärgster Konkurrent und ehemaliger Schüler der Berthold-Brecht-Schule Nürnberg, Marchelo Kunzelmann-Loza, mit Platten-Pech auf der Radstrecke aussteigen musste.

Ebenso spannend war das Rennen bei den Frauen. Die Regensburgerin Astrid Zunner-Ferstl hatte zwar vom Start weg die Nase vorne, wurde jedoch von Clara-Maria Bader (Post SV Nürnberg) und Britta Wenske (Peppex Sports Team) gejagt. Am Ende lief die Tristar Regensburg-Athletin nach 2:13:52 über die Ziellinie. 1:21 Minuten später folgte Clara Maria Bader und weitere 14 Sekunden später Britta Wenske.

"Ein familiäres Rennen, das perfekt organisiert ist"

Die Wahl-Regensburgerin Britta Wenske erzählt nach dem Wettkampf: "Beim Massenstart ging es schon ziemlich hoch her. Die Wechselzone ist lang, aber im Anschluss geht es auf eine Radstrecke, die einfach nur toll ist: Gut organisiert, gut abgesperrt und mit Ausnahme eines kurzen Anstiegs flach und schnell. Beim Laufen führt der Kurs in der ersten Hälfte zwar stetig bergauf, dafür kann man es heimwärts richtig laufen lassen. Was ich so besonders finde: Der Triathlon ist ein sehr familiäres Event, aber perfekt organisiert."

Alle Ergebnisse finden Sie unter https://www.zeitgemaess.info/event.php?ACCESSCODE=201906081

© Text: Christine Waitz; Foto: Britta Wenske; [11.6.2019]

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