Franca und Simon Henseleit lösen bei der Triathlon EM in Weert WM-Ticket mit starken Leistungen

Franca und Simon Henseleit lösen bei der Triathlon EM in Weert WM-Ticket mit starken Leistungen

Franca und Simon Henseleit lösen bei der Triathlon EM in Weert WM-Ticket mit starken Leistungen

Weert/Nürnberg. Einen Platz unter den besten 15 hatte sich Franca Henseleit bei ihrer ersten Europameisterschaftsteilnahme im Vorfeld erhofft. Im niederländischen Weert übertraf die 16-jährige dann alle Erwartungen. Als eine der jüngsten Starterinnen im Feld wurde sie Achte und darf sich mit dieser Platzierung gleich auf das nächste große Rennen freuen: die Weltmeisterschaften in Lausanne (Schweiz) Ende August.
Am Tag darauf holte auch Simon Henseleit mit einem starken siebten Platz die Qualifikation und sorgt so für einen erneuten Familien-Erfolg.

Mit zwei Top-Ten-Platzierungen zur WM

Mit einer guten Schwimmleistung legte Franca Henseleit die Basis zu ihrem erfolgreichen Rennen. Auf der flachen und schnellen Radstrecke konnte sie in der großen Führungsgruppe fahren, wo sie sich die entscheidenden Kräfte für einen schnellen Lauf sparen konnte. Schon der Wechsel in die Laufschuhe verlief perfekt und nach 55:24 Minuten finishte sie unter den besten Zehn. 

Sophie Rohr (WSV Bad Tölz), die in der Vorwoche des Rennens noch ihre letzte Abiturprüfung ablegte, wurde 22.

Foto: Nick Ziegler, frei

Sophie Rohr und Franca Henseleit im Ziel

Der Sieg der Juniorinnenwertung ging an Beatrice Mallozzi aus Italien. Die weiteren deutschen Teamkolleginnen Katharina Möller (Turnerschaft Langenau) und Franka Rust (Triathlon Team Lüneburg) wurden 15. und 40.

Eine ebenso starke Leistung zeigte Simon Henseleit im 62-köpfigen Feld der Junioren. Er kam mit den besten Schwimmern noch unter acht Minuten über 750 Meter aus dem Wasser. Sturzfrei ging es in der großen Führungsgruppe über die 20 Radkilometer. Den zweiten Wechsel absolvierte der Steingadener sogar als Schnellster. Das französische Siegerduo Paul Georgenthum und Pierre Boris sowie vier weitere Konkurrenten musste er zwar ziehen lassen, mit dem siebten Platz ist der 19-jährige dennoch zufrieden: „Bei dem langen Sprint-Finish habe ich alles gegeben,“ sagte er im Nachgang.

Im Eliterennen der Damen verpasste Anabel Knoll (SC Delphin Ingolstadt) die Spitzengruppe nach dem Schwimmen. „Diese Ausgangsposition machte es mir leider unmöglich, noch eine gute Platzierung zu erreichen,“ schrieb sie in den sozialen Medien. Sie wurde 32. Beste Deutsche über die olympische Distanz wurde Nina Eim (Sportclub Itzehoe) auf Platz zehn.

Mixed Team Relay Gold für die deutsche Mannschaft

Foto: Nick Ziegler, frei

Schlussläufer Simon Henseleit holt Gold für die deutsche Mannschaft.

Am Sonntag wartete das rasante Mixed Team Relay Format auf die Athletinnen und Athleten. Dabei handelt es sich um ein Teamrennen, bei dem jedes Mitglied einen vollständigen Triathlon mit 300 Meter Schwimmen, 6 Kilometer Radfahren und 1,5 Kilometer absolviert. Die deutsche Mannschaft bestand aus Franca Henseleit, Katharina Möller (Baden-Württemberg), Simon Henseleit und Jonas Osterholt (Nordrhein-Westfalen). In einem Wimpernschlagfinale stürmten die ersten vier Teams innerhalb von 15 Sekunden über die Ziellinie. Dabei setzte sich der deutsche Schlussläufer Simon Henseleit mit neun Sekunden Vorsprung gegen den britischen Konkurrenten durch. Er wiederum schaffte es vor den zeitgleich einlaufenden Ungarn und Italienern ins Ziel. „Ein bisschen unerwartet kam der Erfolg schon“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Thomas Moeller in der Pressemeldung der DTU und fügt an: „Wir wollten eine Medaille. Dass es nun Gold geworden ist, ist natürlich umso schöner.“

Alle Ergebnisse finden Sie unter stadstriathlonweert.nl/en/results/results-2019/

© Text: Christine Waitz; Fotos: Nick Ziegler, Conny Ziegler; [02.6.2019]

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