Franca und Simon Henseleit zeigen starke Rennen bei der WM in Lausanne

Franca und Simon Henseleit zeigen starke Rennen bei der WM in Lausanne

Franca und Simon Henseleit zeigen starke Rennen bei der WM in Lausanne

Einen Platz unter den Top Ten hatte sich Simon Henseleit gewünscht – und am Ende auch erreicht. Bei der ITU-Junioren-Weltmeisterschaft in Lausanne lief der Steingadener nach 55:42 Minuten als Zehnter über die Ziellinie. Franca Henseleit erreichte trotz Verletzungspech in der Vorbereitung einen guten 17. Rang.

Auch, wenn Simon Henseleit sein selbstgestecktes Ziel erreichen konnte, zeigte er sich nach dem Rennen nicht ganz glücklich: "Mit der Platzierung bin ich zwar zufrieden, doch ich hatte heute leider keine guten Beine und habe mich von Anfang an müde gefühlt. Beim abschließenden Lauf konnte ich in der ersten Runde vorne mitlaufen musste dann aber abreißen lassen und alles geben, um den zehnten Platz zu verteidigen."

Simon Henseleit Lauf (c) Jörg Schüler/DTU

Simon Henseleit auf der Laufstrecke; Bild: Jörg Schüler/DTU

Über die Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen war der BTV-Athlet nach 9:22 Minuten mit 20 Sekunden Rückstand auf die Spitze in die zweite Disziplin gegangen. Mit der Radzeit von 29:03 Minuten konnte er dort den Anschluss herstellen und so in aussichtsreicher Position auf den Laufkurs wechseln und eine gute Platzierung verteidigen. Mit Eric Diener (Baden-Württemberg) landete auf Platz neun ein weiterer Deutscher unter den besten Zehn.

 

WM-Debüt gelungen

Während ihr Bruder mit seiner Tagesleistung haderte, war Franca Henseleit rundum glücklich. Sie konnte trotz einer Sprunggelenksverletzung im Vorfeld ein gutes Rennen bei ihrer ersten WM-Teilnahme zeigen. 10:11 Minuten brauchte sie für die Auftaktdisziplin und kam damit ganz vorne aus dem Wasser. Während der 31:34 Radminuten behauptete sie sich in der Spitzengruppe, bevor es auf die Laufstrecke ging. Dort waren durch den Trainingsrückstand keine Bestleistungen zu erwarten.

Franca Henseleit auf der Laufstrecke; Bild: Jörg Schüler/DTU

Franca Henseleit ging mit Trainingsrückstand auf die Laufstrecke, behauptete sich dennoch gut. Bild: Jörg Schüler/DTU

Dass am Ende nach 1:02:45 Stunden ein 17. Platz zu Buche stand, war für die 17-jährige vollkommen in Ordnung: "Ich bin super zufrieden mit meinem Rennen heute. Nach dem Schwimmen sofort in der ersten Radgruppe zu sitzen, war ein richtig gutes Gefühl. Da haben sich die vielen Schwimmkilometer während meiner Laufpause ausgezahlt – das war auch das Ziel. Beim Radfahren konnte ich mich dann gut platzieren und habe im Anschluss versucht, bei meinen ersten fünf Laufkilometern seit der DM Ende Juni, das Bestmögliche rauszuholen. Natürlich war mir klar, dass meine jetzige Form nicht ausreichen würde, um ganz vorne mitzulaufen. Deswegen bin ich glücklich mit meinem Ergebnis.
Trainer Stephen Bibow konnte dem nur zustimmen: "Ich denke, dass Franca mit ihrem Rennverlauf zufrieden sein kann, da sie ihre aktuelle Schwimmleistung abliefern konnte!"

Schnellste Deutsche bei den Juniorinnen war Katharina Möller (Baden-Württemberg), die mit Platz elf nur knapp die Top Ten verpasste.

Aus DTU-Sicht gab es auch in der Klasse der U23 erfolgreiche Beteiligung: Lisa Tertsch (Hessen) lief über die Kurzdistanz als Dritte durch das Ziel und sorgte für die erste Medaille. Lena Meißner (Mecklenburg-Vorpommern) wurde Siebte. Bei den U23-Männern kam Jannik Schaufler (Saarbrücken) als 13. ins Ziel.

Alle Ergebnisse finden Sie unter https://www.triathlon.org/results/result/2019_itu_world_triathlon_grand_final_lausanne/337818

© Text: Christine Waitz; [31.08.2019] Fotos: Jörg Schüler/DTU

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