Hanna Krauß: "Ich will Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen"

Hanna Krauß: "Ich will Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen"

Hanna Krauß: “Ich will Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen”

Seit April ergänzt Hanna Krauß das Trainer-Team des Bayerischen Triathlon-Verbands. Ihre Aufgabe wird eine ganz Besondere sein. Die 28-jährige Sportwissenschaftlerin wird nicht nur als Coach arbeiten, sondern insbesondere als Netzwerkerin. Die Bambergerin wird ausgehend von Nürnberg Verknüpfungen zwischen bayerischen Vereinen, der Verbandsjugend und dem Bundesstützpunkt Triathlon herstellen. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Hallo Hanna,

Du kommst aus dem Leistungssport Schwimmen. Wann und wie hat es Dich zum Triathlon gezogen?

Das Schwimmen hat mich immer sehr erfüllt. Auch als ich wusste, dass mir nicht die große Karriere bevorsteht, hat es mir einfach Spaß gemacht zu trainieren. Mit der Zeit hatte ich dann das Bedürfnis nach einer neuen Herausforderung. Gelaufen bin ich schon immer gerne, was für Schwimmer ja eher untypisch ist. Durch einen Triathleten bei uns im Schwimmverein bin ich dann 2016 zum SSV Forchheim gekommen und  direkt bei meinem ersten Rennen in der Bayernliga gestartet. Das war ziemlich schwierig, da ich noch nie Windschatten gefahren bin. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht und so bin ich dabei geblieben und habe angefangen triathlonspezifisch zu trainieren.

Seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können, ist etwas Besonderes. Wann wusstest Du, dass Du im Sport arbeiten willst, und wie war Dein beruflicher Werdegang?

Direkt nach dem Abi hatte ich im Kopf Sportwissenschaften zu studieren. Das habe ich mir jedoch ausreden lassen, da von allen Seiten gesagt wurde, dass man damit schwer einen Job finden würde. Dann bin ich in eine ganz andere Richtung gegangen und habe Medizintechnik studiert. Währenddessen habe ich 2014 begonnen als Übungsleiterin bei der SG Bamberg im Schwimm- und Athletikbereich zu arbeiten. Dabei habe ich gemerkt, dass der Sportbereich wohl doch genau das Richtige für mich ist. Dann habe ich mein Studium abgebrochen und Sportwissenschaften studiert. Nebenbei war ich dauerhaft als Trainerin aktiv und war in verschiedene Projekte involviert. Jetzt bin ich hier und freue mich auf die Arbeit im BTV.

Mit Kopfsprung in ein neues Projekt: Seit mehreren Wochen gibst Du in Zusammenarbeit mit dem Leistungssport-Team und der Jugend des BTV Vollgas. Was erhoffst Du Dir von Deiner Arbeit?

Ich hoffe gemeinsam mit dem BTV die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen zu können und durch die Zusammenarbeit allen Athlet*innen und Trainer*innen in Bayern die Türen zum Bundesstützpunkt öffnen zu können. Von einem regelmäßigen Austausch können beide Seiten profitieren. Ich bin seit ein paar Wochen regelmäßig im Training am Stützpunkt in Nürnberg dabei und sehe die gute Arbeit, die dort vom Trainerteam geleistet wird. Diese Erfahrungen und das Wissen an andere Athleten und Trainer weiter zu geben, und einen gemeinsamen Weg im Nachwuchs(-leistungs-)sport zu gehen, ist, denke ich, ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Du hast schon im Vorfeld mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Was möchtest Du besonders mit in die Vereine nehmen, mit denen Du zusammenarbeiten wirst?

Ich denke, das Wichtigste ist zunächst den Kindern Spaß an der Bewegung zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie vielseitig man das Triathlontraining gestalten kann.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir viel Freude und Erfolg für Deine neue Aufgabe.

© Text: Christine Waitz; Foto: Hanna Krauß  [11.06.2021]

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