Jugend trainiert für Olympia: Schüler des Ohm-Gymnasium Erlangen fahren nach Berlin

Jugend trainiert für Olympia: Schüler des Ohm-Gymnasium Erlangen fahren nach Berlin

Jugend trainiert für Olympia: Schüler des Ohm-Gymnasium Erlangen fahren nach Berlin

Am Sonntagmorgen um 8:54 Uhr steigen fast 20 Schülerinnen und Schüler des Ohm-Gymnasium Erlangen gemeinsam mit ihrem Lehrer Manfred Reinhart, Betreuern und Fans in den Zug Richtung Berlin. Bereits zum achten Mal haben sich die Triathletinnen und Triathleten der Schule für das Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia" qualifiziert. "Auch in diesem Jahr machen wir uns Hoffnungen auf eine sehr gute Platzierung", erzählt der betreuende Lehrer.

In den vergangenen Tagen wurde nochmals gemeinsam trainiert und auch die Fahrräder wurden im Radgeschäft fachkundig überholt und kontrolliert. Neben neuen Fahrrad-Mänteln gab es auch für die Schüler eine Überraschung: Neue Team-Shirts sollen das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Selbstbewusstsein noch stärken. Denn die "Triathlonfamilie", wie sie Manfred Reinhart im Interview nennt, ist ein wichtiger Teil des Projekts, das das Ohm-Gymnasium in Zusammenarbeit mit dem TV 1848 Erlangen seit bereits über zehn Jahren betreibt.

Talentschmiede Ohm Gymnasium

In diesem Jahr steht mit Tim und Jan Semmler, Johannes Fröhlich, Collin Freibert, Lara Rudolph, Karla Säbsch, Alba Warter und Lisa Emmerlich-Mace fast die gleiche Mannschaft wie im Vorjahr am Start. Das Besondere daran: Drei der Schüler sind mittlerweile an die Eliteschule des Sports nach Nürnberg gewechselt und sind mit Ausnahmegenehmigung im Team ihrer Talentschmiede. "Im letzten Jahr waren wir Sechster", blickt Manfred Reinhart zurück. "In diesem Jahr wollen wir gemeinsam einen Treppchenplatz erreichen." Doch nicht nur Triathleten finden sich im Team. Ebenso Schwimmerinnen oder sogar Eishockeyspieler.

Auch das ist ein Merkmal des Projekts: In der großen Triathlongruppe des Ohm-Gymnasium Erlangen trainieren Jugendliche klassen- und jahrgangsübergreifend gemeinsam. Nicht alle von ihnen sind Triathleten. Viele jedoch bleiben lange dabei. Die mit der meisten Erfahrung nehmen die neuen Mitglieder an die Hand und unterstützen sie als Mentoren. Einer dieser Mentoren konnte sich zwar nicht für das JtfO-Finale qualifizieren, fährt dennoch mit nach Berlin. Auf eigene Kosten, wohlgemerkt. "Die Triathlongruppe ist eine tolle Gemeinschaft," sagt der Betreuungslehrer. Wenn am Montagvormittag die Jubiläumsfeier im Olympiastadion stattfindet, wird das Team mit einer selbstgebastelten Fahne auf sich aufmerksam machen. Beim Rennen am Dienstagvormittag, so hoffen alle Beteiligten, durch die sportlichen Leistungen.

© Text: Christine Waitz; [19.09.2019] Foto: Katrin Rudolph

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