Trainingspartner gesucht: Paratriathlet Tim Kleinwächter braucht Unterstützung auf dem Weg nach oben

Trainingspartner gesucht: Paratriathlet Tim Kleinwächter braucht Unterstützung auf dem Weg nach oben

Trainingspartner gesucht: Paratriathlet Tim Kleinwächter braucht Unterstützung auf dem Weg nach oben

Mit 17 Jahren erlitt Tim Kleinwächter einen Fahrradunfall, der ihn über Wochen in ein Koma fallen ließ. Nach einer Hirnblutung und damit verbundener Quetschung der Sehnerven, blieb er nach seinem Erwachen fast blind. Heute sieht der 32 Jährige zumindest Schemen und doch ist sein Leben seit dem Unfall ein Anderes: Statt als Zimmerer zu arbeiten, machte er eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, Training alleine ist nur schwer möglich und auch im Alltag müssen für viele Situationen Lösungen gefunden werden.
Sport hat ihn dennoch stets durch die schwere Zeit begleitet. Als Radfahrer nahm er zuletzt mit seinem Tandem-Partner den Anlauf, bei den Paralympics zu starten. Dieser Traum ging leider nicht in Erfüllung, doch auch davon lässt er sich nicht aufhalten. Triathlon hat er bereits gemacht und möchte nun dort Fuß fassen und hoch hinaus. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Hallo Tim,
vom Radfahren zum Triathlon: Was hat dich zum Wechsel bewogen?

Nachdem mein Tandem-Partner und ich nicht für einen Start bei den Paralympics nominiert wurden, war besonders ich enttäuscht und frustriert. Um ehrlich zu sein, hatte ich die Nase vom Radsport voll. Ich habe früher schon Triathlon gemacht und kam dann zufällig mit dem Vizepräsidenten Leistungssport des BTV ins Gespräch, der mir richtig Lust auf Triathlon gemacht hat. Mittlerweile trainiere ich schon wieder alle Disziplinen und möchte, wie im Radsport, gerne auch international starten.

Welche Schwierigkeiten musst Du mit Deiner Seheinschränkung gerade im Triathlon-Training überwinden?

Ich kann dadurch, dass ich zumindest Schemen sehen kann, schon ganz gut trainieren. Das Schwimmen auf einer abgeleinten Bahn, Radtraining indoor und Laufen auf einer Laufbahn, das klappt schon. Schwierig ist es jedoch, zu den Trainingsstätten zu kommen und natürlich außen Rad zu fahren. Dazu bin ich auf der Suche nach einem Trainings- und Wettkampfpartner.

Was muss ein Tandempilot denn können?

Wenn zwei starke Radfahrer auf dem Tandem sitzen, wird das natürlich irre schnell. Das heißt, mein Trainingspartner muss schon einigermaßen routiniert sein, technisch ganz gut Rad fahren können und ein bisschen Mumm haben. Man muss dann schon auch zusammenpassen und gegenseitiges Vertrauen haben. Nachdem ich ja nicht nur trainieren möchte, wäre es toll, wenn der Tandempilot dann auch Zeit und Lust hätte, mit in Trainingslager oder zu internationalen Wettkämpfen zu fahren.

Was sind Deine Ziele?

Ich möchte im Triathlon gerne den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen und internationale Rennen machen. Beim Schwimmen sieht's ganz gut aus, das Radfahren ist logischerweise meine Spezialität und beim Laufen muss ich noch ein bisschen am Tempo arbeiten. Mit Trainingspartnern wäre das natürlich alles etwas einfacher.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!

Tim Kleinwächter wohnt im Landkreis Roth in Eckersmühlen. Sein Schwimmtraining findet überwiegend im Hallenbad Langwasser in Nürnberg statt. Das Radtraining im Freien absolviert er vor allem am Wochenende. Das Lauftraining bestreitet er auch im Freien mit Begleitung, die auf Hindernisse oder Richtungsänderung hinweist. Bei Interesse Tim in einer der drei Disziplinen zu begleiten, freuen wir uns über eine E-Mail an presse@triathlonbayern.de. Wir stellen gerne den Kontakt her.

© Text: Christine Waitz; Foto: Romina Siebentritt [16.11.2021]

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