Via Nürnberg zu Olympia

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Nürnberg. Der Bayerischer Triathlon-Verband (BTV) hatte wenige Tage nach der offiziellen Bekanntgabe eines neuen Bundesstützpunktes Triathlon für Nürnberg zur Pressekonferenz eingeladen. Gekommen waren alle, die einen maßgeblichen Beitrag geleistet hatten – Sportverbände, Schule und Politik.

Während der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei den Stützpunkten und ihrer Verteilung den Rotstift ansetzt verzeichnet man in Nürnberg einen Erfolg. Ab Januar 2019 findet sich in der „Triathlonregion“ offiziell ein Bundesstützpunkt Triathlon. Dieser Erfolg ist sowohl hohem Engagement des bayerischen Triathlon Landestrainers zu verdanken, als auch der intensiven Zusammenarbeit der Politik, der Sportverbände und der Berthold-Brecht-Schule.

„Wie auch in allen anderen Sportarten ist es im Triathlon zunehmend schwierig Kinder und Jugendliche zum Sport und später Leistungssport zu motivieren“, sagt Landestrainer Roland Knoll. Den oft beschwerlichen Weg Richtung nationaler Spitze und Weltspitze soll der Bundesstützpunkt erleichtern. Zum Beispiel haben die Athleten die Chance eine Schulzeitstreckung in Anspruch zu nehmen, das Abitur in drei statt zwei Jahren zu machen. Daneben sind die kurzen Wege zwischen Schule und Sportstätten, das gemeinschaftliche Training der Sportler zwischen aktuell 15 und 32 Jahren und die individuelle Betreuung durch die Landestrainer Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg.

Die Stadt Nürnberg leistet dazu einen immensen kommunalen Beitrag: Wasserzeiten im neuen Langwasserbad werden ermöglicht, die Tartanbahn an der Berthold-Brecht-Schule wurde saniert und auch in Zukunft könnten Investitionen zum weiteren Ausbau der sportlichen Infrastruktur möglich sein, betont Dr. Klemens Gsell. Der Bürgermeister für Schule und Sport skizzierte die Entwicklung eines Velodroms oder die Schaffung einer Möglichkeit für Freiwasserschwimmen.

Voraussetzung dafür ist allerdings die Bestätigung des Bundesstützpunktes 2020. Zwei Jahre haben Trainer und Athleten Zeit, Erfolge vorzuweisen und damit den Bundesstützpunkt dauerhaft in Nürnberg zu halten. Die Schwierigkeit dabei: Aktuell kann niemand mit Gewissheit sagen, wie die Erfolgskriterien genau aussehen werden. „Die Neustrukturierung des deutschen Leistungssports durch den DOSB ist noch nicht abgeschlossen,“ erklärt DTU Leistungssportdirektor Dr. Jörg Bügner. „Die Anzahl der Athleten im Olympiakader wird dabei maßgeblich sein, darf jedoch nicht der einzige Maßstab sein,“ appelliert Büchner und Landestrainer Roland Knoll ergänzt: „kurzfristiges Denken ist im Leistungssport nicht sinnvoll, will man Erfolge erzielen“. Dass er langfristig Erfolge erzielen kann, das haben er und viele weitere an der bisherigen Erfolgsgeschichte Beteiligte schon bewiesen.

Nürnberg ist damit ab dem 1.1.2019 neben Saarbrücken, Potsdam und Neubrandenburg der vierte Bundesstützpunkt Triathlon in Deutschland.Und Nürnberg steht aufgrund seiner ausgezeichneten Infrastruktur und den Möglichkeiten dort ganz weit oben – der Weg zu Olympia führt über Nürnberg.

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