Zu Hause trainieren mit Kaderathlet Alex Häberle

Zu Hause trainieren mit Kaderathlet Alex Häberle

Zu Hause trainieren mit Kaderathlet Alex Häberle

Im heimischen Memmingen hat Alex Häberle fast perfekte Bedingungen. Statt im Schwimmbecken verbringt er derzeit eben mehr Trainingsstunden im eigenen Fitnessraum. Dort hat der 17-jährige seinen Trainingstipp aufgenommen. "Sieht vielleicht einfach aus," sagt er, "ist in Wirklichkeit aber eine Übung für Fortgeschrittene. Denn sie erfordert sehr viel Stabilität in allen Bereichen."

Der Sportler des TV Memmingen kämpfte sich im vergangenen Jahr mit defektem Akku der Schaltung durch das Rennen der Deutschen Meisterschaft. Beim abschließenden Lauf legte er mit der sechstbesten Laufzeit eine echte Aufholjagd hin. Dass er besonders in der Abschlussdisziplin stark ist, bewies er im November auch beim Olympia-Alm Crosslauf in München, wo er hinter Kaderkollege Luis Steiert den zweiten Platz belegte.
Sein Ziel für dieses Jahr ist ein guter Auftakt in der 2. Bundesliga. Für das Forchheimer Team startet er nämlich diese Saison zum erstmalig dort. "Außerdem möchte ich eine Platzierung unter den besten Zehn bei der Deutschen Meisterschaft in Schongau bzw. im Deutschlandcup erreichen," sagt er, und fügt hinzu: "falls die Rennen stattfinden, natürlich."
"Neben dem Training hilft er beim Umbau zu Hause. "Wir bauen gerade unseren Dachboden aus, anschließend wollen wir 2 Zimmer noch neu streichen und einen neuen Teppich verlegen, sodass ich bald in ein neues, größeres Zimmer ziehen kann."

Rollen für Rumpfstabilität

Ein kleiner Roller, mit viel Wirkung: Um Alex' Übung stabil ausführen zu können, muss man grundlegende Formen des Unterarmstütz bereits stabil beherrschen.

"Die Ausgangsposition ist ein Vierfüßlerstand mit der Rolle in den Händen und Knie und Hüfte in einer senkrechten Linie untereinander. Unter meinen Knien habe ich eine Schaumstoffunterlage gelegt. Nun beginne ich den Roller langsam nach vorne zu fahren und den ganzen Körper zu strecken. Von meinen Armen, über die Schultern, Bauch, Rücken und Po sind dabei alle Muskeln angespannt. Besonders achte ich darauf, dass kein Hohlkreuz auftritt. Nach kurzem Halten im weitesten Punkt, rolle ich langsam in die Ausgangsposition zurück.

Etwas einfacher wird die Übung, wenn man nicht bis in die gesamte Streckung aufrollt, sondern die Rückwärtsbewegung bereits etwas eher einsetzt. Ich mache davon immer drei Sets mit zehn Wiederholungen."

 

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* Bitte beachte: Training sollte grundsätzlich nur bei voller Gesundheit durchgeführt werden. Bei Unsicherheit oder wenn während einer Übung Beschwerden auftreten, ist das Training abzubrechen und bei ernsten Bedenken ein Arzt zu konsultieren.
Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Christine Waitz; [14.4.2020]; Video: Alex Häberle

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